Schaffhauser Nachrichten: Reservetöpfe geraten unter Beschuss

22. Juni 2022

Die Politik schaffte in den letzten Jahren Geldtöpfe für ganz verschiedene zukünftige Vorhaben und Situationen. Nun...

In den nächsten Monaten wollen Stadt und Kunst­verein Schaffhausen ihre Zusammenarbeit neu regeln.

von Daniel jung

Im Dezember 2015 hatte die Stadt Schaffhausen ihren Vertrag mit dem Schaffhauser Kunstverein gekündigt – per Ende 2016. Der Vertrag, der seit 1937 bestanden hatte, regelte das Verhältnis zwischen dem Kunstverein und dem ­Museum zu Allerheiligen, wo die Kunstsammlung des Vereins untergebracht ist.

Wie der damalige Kulturreferent Urs Hunziker erklärte, wurde der Vertrag aufgrund von Meinungsverschiedenheiten gekündigt. Stadt und Kunstverein waren sich nicht einig über die Zahl der Ausstellungen zu regionaler zeitgenössischer Kunst und über die Anstellung eines neuen Kurators für zeitgenössische Kunst.

Die Frage des Kuratoriums für zeitgenössische Kunst hat sich inzwischen geklärt: Im letzten Oktober hat Jennifer Burkard als neue Kuratorin ihre Arbeit im Museum zu Allerheiligen angetreten. Sie ist in einem 60-Prozent-Pensum tätig. In die Auswahl der Kuratorin war der Kunstverein involviert.

Gestern nun hat die Stadt über das weitere Vorgehen informiert, um das Verhältnis zum Kunstverein wieder auf eine vertraglich gesicherte Basis zu stellen. Bereits hat eine erste Zusammenkunft zwischen dem neuen Bildungsreferenten, Stadtrat Raphaël Rohner, der Direktorin des Museums zu Allerheiligen, Katharina Epprecht, und dem Präsidenten des Kunstvereins, Stephan Kuhn, stattgefunden. Sie sind übereingekommen, «die Zusammenarbeit zwischen der Stadt und dem Kunstverein auf eine neue und konstruktive Grundlage zu stellen», wie die Stadt in einer Mitteilung schreibt.


Workshop im März

Ziel ist es, in den kommenden Monaten gemeinsam einen neuen Vertrag zu erarbeiten. Dessen Inhalt wird anlässlich eines Workshops von Ende März diskutiert. Am Workshop werden Vertreter der Stadt, des Museums und des Kunstvereins teilnehmen.

«Wir werden entweder den bisherigen Vertrag aktualisieren oder einen neuen Vertrag aufsetzen», erklärte Stadtrat Rohner. Danach soll die neue Vereinbarung sowohl dem Stadtrat wie auch dem Vorstand des Kunstvereins zur Genehmigung vorgelegt werden. «Die Öffentlichkeit wird hernach umfassend informiert», so Rohner.

Die gute Zusammenarbeit der öffentlichen und der privaten Akteure im Bereich der Kultur gehöre zu den wesentlichen Erfolgsfaktoren des attraktiven Kulturstandortes Schaffhausen. «Das Museum und der Kunstverein ­haben viele Jahre lang sehr gut zusammengearbeitet», sagt Rohner. Dies solle auch künftig wieder so sein. «Wir begegnen dem Kunstverein partnerschaftlich und mit Respekt.»

Auch der Kunstverein steht der künftigen Zusammenarbeit positiv gegenüber. «Wir freuen uns, dass wir nun wieder besser miteinander reden können», sagt Kuhn. Dass seit Anfang Jahr ein vertragsloser Zustand herrsche, sei indes kein Problem, erklärt Kuhn. «Unsere Sammlung wird vom Museum im bisherigen Rahmen gelagert und bewirtschaftet», sagt der Präsident des Kunstvereins. Der alte Vertrag habe eine entsprechende Klausel beinhaltet. Auch sonst habe der Kunstverein die Zusammenarbeit mit dem Museum weitgehend so fortgeführt wie vor der Kündigung, erklärt Kuhn. Beide Seiten seien bemüht, Missverständnisse zu vermeiden, wie sie in der Vergangenheit einige Male vorgekommen seien.

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