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Heute vor 150 Jahren ging zum ersten Mal der Vorhang im Stadttheater Schaffhausen auf. Gestern wurde das Buch zum Jubiläum vorgestellt.

von Mark Liebenberg

Im Dunkel des Zuschauerraums gibt es keine Alltagssorgen, dort sind wir alle gleich, egal ob gerade ein Drama, eine Komödie, eine Pantomime oder eine Satire gegeben wird, egal ob gesungen, getanzt oder gesprochen wird. Dort sind Emotionen und Illusionen möglich – auch die einer anderen Welt. Rechtzeitig zum historischen Jubiläum des Stadttheaters Schaffhausen wurde gestern das knapp hundertseitige Buch mit dem schlichten Titel «150 Jahre Stadttheater Schaffhausen» der Öffentlichkeit vorgestellt, das von der 150-jährigen Beziehung von Generationen von Schaffhausern mit ihrer Theaterbühne erzählt. Zur Vernissage im Zunftsaal zun Kaufleuten war bereits ein vielköpfiges Publikum gekommen. Der eigentliche Festakt im Stadttheater heute Abend ist den Veranstaltern zufolge bereits praktisch ausverkauft.


Wechselvolle Geschichte

Diane Manschott, Kommunikationsleiterin des Stadttheaters, begab sich im Interview mit den beiden Autoren Matthias Wipf und Jens Lampater auf eine theatralische Zeitreise in die Vergangenheit. Der Historiker Wipf rechnete etwa vor, dass die Summe, die Stifter Johann Conrad Imthurn (1809–1882) für den Bau eines Theaters spendete, den heutigen Gegenwert von 35 Millionen Franken hätte. Die Autoren berichteten auch davon, dass die Theatergeschichte kaum archiviert ist, weil das Stadttheater lange eine private Organisation war. Viel habe man auch aufgrund des Online-Zeitungsarchives der «Schaffhauser Nachrichten» rekonstruieren müssen. Entstanden ist jedoch nicht eine blosse historische Aufarbeitung und Auflistung von Spielplänen, Namen und Daten, sondern eine anekdotenreiche und mit zahlreichen Bebilderungen angereicherte, süffig zu lesende Darstellung der wechselvollen Geschichte des Hauses.

Kostproben aus 150 Jahren Rezensionen im «Intelligenzblatt» gaben sodann Lampater und Wipf zum Besten. Darin wurde erlebbar, wie Theatermacher und Rezensenten manchmal einander in Stellungnahmen in der Zeitung um gerechtfertigte oder unfaire Rezensionen Paroli boten.


Buch soll die Fantasie anregen

«Es gehört zum Wesen jedes Menschen, sich aus dem Alltag in eine Welt des ‹Scheins› entführen zu lassen, wo das ‹Sein› ihm in einem neuen Gewand, hinter Masken und vor anderen Kulissen als im eigentlichen Leben anders vor Augen geführt wird», fasste Kulturreferent Raphaël Rohner die in anderthalb Jahrhunderten nie gebrochene Lust auf das Theater in seiner Laudatio in Worte. In der Zeit der elektronischen, kurzlebigen Kommunikation und vielfältiger Unterhaltungsmedien übe das Theater, ein vielseitiges Theater, immer noch Faszination aus. «Ein Bekenntnis zur Vielfalt ist nicht gleichbedeutend mit Verzicht auf Qualität – unser Stadttheater erbringt den Beweis dafür». Gleiches gelte für das nun vorliegende Buch, das reich in der Ausgestaltung und an Inhalten sei. «Dieses Buch regt uns aufgrund seines gezielt ausgewählten Inhalts in unserer Fantasie an». Vorhang auf also für die Autoren, Matthias Wipf, Jens Lampater, Michaela Schwabe, Philipp Flury, Hans Tanner und das Produktionsteam des Meier Buchverlags.

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