Lateinisch ist vielleicht eine tote Sprache, die Diskussion um Lateinunterricht an der Sekundarstufe für den Schaffhauser Kantonsrat Raphaël Rohner aber noch lange nicht.

Die vom Schaffhauser Erziehungsrat beschlossene Abschaffung des Lateinunterrichts an der Sekundarstufe lässt Kantonsrat Raphaël Rohner (FDP, Schaffhausen) keine Ruhe. Mit Ceterum Censeo (dt.: im Übrigen bin ich der Meinung) betitelt er seinen bereits zweiten Vorstoss in dieser Sache: Im Lateinunterricht werde problemlösendes und kombinierendes Denken gefördert und historisches sowie philosophisches Basiswissen vermittelt. Damit bleibe es ein «Grundlagenfach humanistischer Bildung» und zähle zu den Bildungsangeboten im Rahmen der «Begabtenförderung».

In einer Kleinen Anfrage an den Regierungsrat will Rohner wissen, ob die geplante Streichung des Wahlfaches an der Sek mit einer höheren Stundendotation auf Kantonsschulstufe aufgefangen werde und ob das Lateinprofil überhaupt weitergeführt werden solle oder bereits geplant werde, dieses Profil an der Kanti ganz abzuschaffen. Ferner will Rohner ganz generell wissen, welche begabungsfördernden Angebote zurzeit auf den Sekundarstufen «für leistungsstarke und -willige Schülerinnen und Schüler» bestehen und ob mehr solche Angebote vorgesehen sind. Und ebenfalls fragt Rohner, ob sich die Kantonsregierung die Einführung eines Langzeitgymnasiums vorstellen könne, zur «Attraktivierung des Bildungsstandortes sowie als Massnahme nachhaltiger Begabtenförderung». (lbb)