Die Jubiläumsausgabe des Internationalen Schaffhauser Open sorgte erneut für erschöpfte, verschwitzte, aber auch ­lachende Gesichter. Und: Taekwondo ist weiterhin im Aufschwung.

von Philipp Hagen

Nach dem letztjährigen Abstecher in die IWC-Arena war das einzige internationale Taekwondo-Turnier der Schweiz diesen Samstag wieder zurück im Schweizersbild – und füllte dort die Heimstätten der Kadetten und des VC Kanti. Über die Rückkehr zur alten Wirkungsstätte waren Organisatoren und Teilnehmer froh: Die Infrastruktur und die Verkehrsanbindungen sind in der BBC-Arena noch mal deutlich besser. Die Hallenkapazität hingegen ist noch kein Thema, dies, obwohl sich erneut eine Rekordanzahl an Teilnehmern in der Munotstadt eingefunden hatten. 330 Wettkämpfer, darunter auch 18 Schaffhauser, duellierten sich auf der Matte im Zweikampf (Kyorugi) oder massen sich im Formenlauf (Poomsae).

Für die Organisatoren Michael D’Alonzo und Andy Huschka, deren Ziel es ist, ihren jungen Athleten eine Chance zu geben, sich auf internationalem Niveau zu messen und erste Erfahrungen zu sammeln, war es ein voller Erfolg: «Nach oben ist zwar noch viel Potenzial, doch der Name Taekwondo und unseres Turniers baut sich immer mehr auf und ist mittlerweile präsent. Wir haben dieses Jahr nebst Schweizer Vereinen auch Clubs aus Deutschland, Österreich und sogar aus dem Kosovo, welche mit dem Auto angereist sind», erklärte Huschka.


Eid wird abgelegt

Auch politische Prominenz war an der mittlerweile zehnten Austragung des Turniers vertreten. Bildungsreferent Raphaël Rohner begrüsste vor den Finalwettkämpfen am Nachmittag Wettkämpfer und Zuschauer im Namen des Stadtrats und lobte den Spirit des Sportes: «Das Beeindruckende an Taekwondo ist sicherlich, dass man einen Kampfsport betreibt, indem die Absicht nicht ist, den Gegner zu verletzen. Man misst sich auf faire Art und Weise und lernt dadurch, respektvoll mit dem Gegner umzugehen», zeigte sich Rohner enthusiastisch.


Angekommen in Schaffhausen

Tatsächlich legen die Kampfsportler des Taekwondo einen Eid ab, mit dem sie sich verpflichten, die Kampfkunst ihres Sportes nicht zu missbrauchen und nur als Selbstschutz zu benutzen. Weiter lobte Rohner aber auch die sehr professionelle Durchführung des Turniers. Dies wiederum sei der Vielzahl an freiwilligen Helfern zu verdanken – oft auch die Eltern der Wettkämpfer –, welche dem Turnier seinen verdienten Rahmen gaben. «Im Ausland stellt der jeweilige Verband jeweils die finanziellen Mittel, die Halle und die Helfer zur Verfügung. Wir machen das alles auf der Basis von freiwilligen Helfern und viel Einsatz», so Michael D’Alonzo. Er hofft nächstes Jahr auf schlechteres Wetter, damit sich noch mehr Zuschauer in der Halle einfinden. Ausserdem soll die 400-Teilnehmer-Marke dann endlich geknackt werden. Taekwondo ist nach zehn Jahren Einsatz der Kim ­Taekwondo Schule definitiv in Schaffhausen angekommen.