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Schaffhauser Nachrichten: Regierungsratswahlen: SVP will FDP-Montanari nicht im Weg stehen – ein offizielles Bekenntnis fehlt

17 Mai 2024

Keine offizielle Unterstützung für den FDP-Regierungsratskandidaten Montanari, kein Bekenntnis zu den Freisinnigen....

In 14 Gemeinden, fünf davon in der badischen Nachbarschaft, fand am Samstag die Museumsnacht Hegau-Schaffhausen 2023 statt. Auch in der Stadt Schaffhausen, wo es an 20 Kunst- und Kulturorten viel zu entdecken, zu bestaunen, zu geniessen und auch zu gruseln gab.

von Beatrix Bächtold

Eigentlich sieht dieses Schwert hier im schummrigen Raum des Museums zu Allerheiligen ganz harmlos aus. Als die 20 Gäste bei der Führung allerdings erfahren, dass es früher der Schaffhauser Scharfrichterfamilie gehörte, wird ihnen schon ein bisschen mulmig zumute. Zuletzt kam es 1847 auf dem Köpferplatz zum Einsatz. Hingerichtet wurde ein Mann aus Löhningen, der Arsen in die Dünne seiner Frau gemischt haben soll. «Man fragte nicht lange nach», erklärt die Mitarbeiterin des Museums, Bettina Bussinger. Schnell wurde einem zu diesen Zeiten die Schlinge auf dem Galgenbuck oberhalb von Neuhausen um den Hals gelegt. «Wenn ich das nächste Mal über den Köpferplatz laufe oder durchs Galgenbucktunnel fahre, werde ich an diese Führung denken», sagt eine Teilnehmerin. Man sieht ihr an, dass sie danach gern wieder zurück ans Tageslicht geht. Hier am Pfalzplatz musiziert das Schaffhauser Duo Chansonnerie, der Munötler funkelt im Glas, man plaudert über das Erlebte und schmiedet Pläne für das unbedingt noch zu Schauende.

«Wir geniessen hier Kultur pur, ist man versucht zu sagen, und liegt damit bestimmt auch richtig.»

Raphaël Rohner, Bildungsreferent

Stadtrat und Kulturreferent Raphaël Rohner ist vor Ort, das Manuskript seiner Rede, die er gerade hier zur Eröffnung der Museumsnacht hielt, hält er noch in der Hand. Als Vorsitzender des grenzüberschreitenden Fachausschusses Kultur des Vereins Agglomeration Schaffhausen eröffnete er die Museumsnacht offiziell. «Kulturelle Veranstaltungen wie die Museumsnacht stärken das Bewusstsein jedes Einzelnen, wonach eben gerade dieses gemeinsame Erleben in seiner Vielfalt gegenseitiges Verständnis schafft, was wiederum solide Grundlage für ein Zusammenleben in Friede und Freundschaft sein kann und soll», erklärt er und fügt dann hinzu, dass es gerade diese grenzüberschreitende Nachhaltigkeit zu pflegen gelte. «Wir geniessen hier Kultur pur, ist man versucht zu sagen, und liegt damit bestimmt auch richtig», fährt er fort. Die promovierte Kunsthistorikerin Katharina Epprecht, Direktorin des Museums zu Allerheiligen, sagt unter anderem in ihrer Eröffnungsansprache: «Museen ermöglichen vielfältige Erfahrungen hinsichtlich Bildung, Reflexion, Wissensaustausch und Freude.»

Ein Plan muss her

Freude und Tatendrang steht den Gästen hier im Pfalzhof ins Gesicht geschrieben. Die seit Jahren Erfahrenen tragen gutes Schuhwerk für das Pendeln zwischen den Museen, Galerien und Kunstplätzen. Zwar liegen die 20 Kunstorte in der Stadt Schaffhausen relativ nahe beieinander. Trotzdem wird man bis Mitternacht wohl an die zehn Kilometer zurückgelegt haben. Und so tüftelt auch Ursula Acar ihren Plan ganz genau aus. Auf der Liste der Pensionärin steht die Musikperformance des Tabula Rasa Kollektivs in der Zwinglikirche und der Kulturort Höfli 7 in Herblingen. Sie sei von Anfang an immer an der Museumsnacht dabei gewesen. «Es gibt viel Interessantes zu entdecken. Aber gerade weil das Angebot so gross ist, muss man gezielt vorgehen», sagt die Schaffhauserin und zeigt dann hinüber zum Kräutergarten. Ja, so eine Führung auf den Spuren von Aberglaube, Kräuterwissen und Geschichte möchte sie auch gerne machen. Später begibt sie sich mit der Botanikerin Michèle Büttner auf die Kurzführung «Dracula auf den Zahn gefühlt».

Und während sich Ursula Acar über Polenta, Farnsamen und die Nutzung von Brennnesseln informiert, lassen sich am Münsterplatz die ersten Gäste vom Fotografen Michael Burtscher mit strahlenden Lichtkugeln ablichten. So auch Angelika Huth-Müller. Inspiriert von der Museumsnacht Berlin, rief die Schaffhauserin 2001 diese grenzüberschreitende Museumsnacht in ihrer Urform ins Leben. «Es erfreut mich, wenn ich sehe, wie sich mein Baby entwickelt hat», sagt sie. Wer das Gehörte nachlesen möchte, verschiebt sich ins Staatsarchiv, in das historische Langzeitgedächtnis des Kantons. Hier im 400 Jahre alten Gebäude begegnet man Büchern, die älter sind als manche Nationen. Unter anderen Zeitdokumenten findet man dort auch die komplette Sammlung dieser Zeitung in Papierform und staunt über das allererste Schaffhauser Intelligenzblatt vom 1. Januar 1863. Auf dem Weg dorthin trifft man Menschen, die mit dem Programmheft durch die Gassen ziehen. Viele von ihnen reden Schriftdeutsch. Viele verweilen auch vor den prächtigen Fassaden. So wie Birgit und José Serrano Gómez aus Überlingen am Bodensee, die ins IWC-Museum wollen, um sich dort das Geheimnis «Chronograph» erklären zu lassen. 250 winzige Komponenten in zwei Ebenen auf 38 Millimeter. Sie müssen sich sputen. In zehn Minuten beginnt die Führung.

sn 20230918

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