Bockonline: Grundstein für den Neubau im Stadthausgeviert gelegt

04. Oktober 2022

Stadtrat und städtische Mitarbeitende haben heute zusammen die Grundsteinlegung für den Neubau im Stadthausgeviert...

Am 2. April ist es so weit: Die «Erzählzeit ohne Grenzen» findet zum 13. Mal statt. Dieses Jahr sind 37 Autorinnen und Autoren aus der Schweiz, aus Deutschland und aus Österreich dabei. Sie werden in 42 Gemeinden an insgesamt 60 Veranstaltungen aus ihren Werken lesen.

von Alfred Wüger

 

Die Freude beim Oberbürgermeister der Stadt Singen, Bernd Häusler, war gross, als er gestern im Café der Bibliotheken der Stadt diejenigen begrüssen konnte, die die Durchführung der diesjährigen «Erzählzeit ohne Grenzen» ermöglichen. Letztes Jahr konnte der Anlass zwar durchgeführt werden, aber erst im Sommer. Dieses Jahr zum ersten Mal also wieder «regulär» im Frühling. «Dieses kulturelle Ereignis ist für die ganze Region wichtig», sagte Bernd Häusler, «und die Organisation ist auch in Nicht-Corona-Zeiten ein Kraftakt.»

Nach dieser Begrüssung ergriff der Schaffhauser Kulturreferent, Stadtrat Raphaël Rohner, das Wort und sagte, dass ein Literaturfestival wie die «Erzählzeit ohne Grenzen» Neuentdeckungen ermögliche, nicht zuletzt dank den vielen Erstveröffentlichungen. Und er warf einen Blick auf die kriegerischen Ereignisse in Osteuropa und betonte: «Gute Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg zeigt, dass dies der richtige Weg ist für eine aufgeklärte, demokratische Gesellschaft. Ich freue mich auf den 2. April und gestehe, dass für mich das Buch auch in belastenden Zeiten immer mein bester Freund und Begleiter ist.»

Unbedingte Leseempfehlungen

Dann war es an Monika Bieg und dem Schaffhauser Stadtbibliothekar Oliver Thiele, einige dieser «Freunde und Begleiter» vorzustellen, und dies taten die beiden mit Begeisterung und Verve. Sie hätten sich für Bücher entschieden, die aus der Masse herausgestochen seien, sagte Monika Bieg. Man habe zum Teil die Werke schon gelesen, als sie erst als Druckfahnen vorlagen, aber: «Für alle Werke, auch die, die wir jetzt nicht näher vorstellen, gilt unsere unbedingte Leseempfehlung.»

Dies im Ohr, lauschte man der Vorstellung des neuen Romans von Max Küng. Dieser Schweizer Autor und Kolumnist sei ein begnadeter Unterhalter. Er eröffnet sinnvollerweise am 2. April in der Singener Stadthalle die diesjährige «Erzählzeit», zusammen mit der Jazz-Combo «Good Bait». Monika Biegs spezielle Empfehlungen galten des Weiteren Marie Gamillscheg und deren Buch «Aufruhr der Meerestiere», in dem es um die Meerwalnuss geht, eine Quallenart ohne Herz und Hirn. Und mit dem Schmunzeln noch im Gesicht vernahm man ihre Empfehlung der «Amsterdamer Novelle» von Heinrich Steinfest: «Wenn Sie Zeit haben, um nur ein Buch zu lesen, dann lesen Sie dieses.»

Die Zukunft in der Vergangenheit

Auch Oliver Thiele stellte seinen Favoriten enthusiastisch vor: Es handelt sich dabei um den Roman «Zukunftsmusik» der in Moskau geborenen, heute in Deutschland wohnhaften Autorin mit armenischen Wur- zeln Katerina Poladjan, deren Erstling «Hier sind Löwen» Furore gemacht hat. Der Zweitling schildert, wie Gorbatschow an die Macht kam, was aber in Sibirien, wo der Roman spielt, eigentlich gar nicht wahr- genommen worden sei. Auf «dichte und spannende Weise» werde hier erzählt, und die grosse russische Frage «Was tun?» bekomme angesichts der Tragödie in der Ukraine eine beklemmende Komponente. Übrigens: Auch das Buch von Laura Cwiertnia «Auf der Strasse heissen wir anders» führt Leserin und Leser auf autobiografischen Reportagepfaden armenienwärts. Oliver Thiele stellte des Weiteren den Roman «Tao» von Yannic Han Biao Federer vor, die Spurensuche einer Familie, und stellte fest: «Das hat mir sehr gut gefallen.»

Mehr Autorinnen als Autoren

Die diesjährige «Erzählzeit» hat natürlich auch ihre Stars: den Schweizer Peter Stamm zum Beispiel und die deutsche, vor allem auch als Schauspielerin bekannt gewordene Autorin Andrea Sawatzki. Auffällig ist, wie sehr das eigene Leben im- mer wieder ins Romangeschehen hineinwächst, exemplarisch bei Julia Weber, die während des Schreibens des zweiten Romans erfährt, dass sie zum zweiten Mal schwanger ist, was zu einem Dialog der Autorin mit ihren Protagonisten über diese «Überraschung» führt: Titel: «Die Vermengung». Auffällig ist auch, dass dieses Jahr mehr Autorinnen als Autoren an der «Erzählzeit» auftreten.

In den 22 Geschichten von Daniel Wisser unter dem Titel «Die erfundene Frau» geht es um Dating-Portale und um den Anfang der Liebe und um ihr Ende. Das Ende der «Erzählzeit» ist am 10. April. Das Ende des Erzählens kommt wohl nie.

«Das Buch ist gerade in belastenden Zeiten mein bester Freund und Begleiter.» Raphaël Rohner Stadtrat Schaffhausen
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