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Nach dem Rücktritt von Roger Forrer als Präsident des Verwaltungsrates der Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein ist sein Vize Sönke Bandixen als Nachfolger nominiert.

 

Der Stadtpräsident von Stein am Rhein und bisherige Vizepräsident des Verwaltungsrats (VR) der Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein (URh), Sönke Bandixen, soll im Herbst VR-Präsident werden. Und dies, obwohl er Ende April erklärte, sich im August nicht mehr zur Wahl als Stadtpräsident zu stellen. «Ich habe das nicht gesucht, sondern wurde vom Regierungsrat des Kantons Schaffhausen zur Wahl vorgeschlagen», sagte Bandixen auf Anfrage.

Regierungsrat Martin Kessler, Vorsteher des Baudepartementes, bestätigt dies und begründet die Entscheidung damit, dass Bandixen die Kompetenz und die Kapazität habe, um das Amt auszuführen: «Er kennt den URh-Betrieb, stammt aus Stein am Rhein, gewährleistet die Verbindung zur Stadt Stein am Rhein, kennt und vertritt deren Interessen.» Bandixen bringe nicht nur seine politische Erfahrung mit ein, sondern aus seinen früheren Tätigkeiten einen prall gefüllten Rucksack aus der Privatwirtschaft mit. Dies befähige ihn, die URh nach erfolgreicher Sanierung durch die neue durch Corona verursachte Krise zu führen. Zudem bürge er als bisheriger VR auch für die notwendige Kontinuität.

Bandixen seit 2017 dabei

Dass er künftig nur noch Steiner Bürger ist, sieht Bandixen nicht als Problem oder gar Hindernis: «Das ist für mich eine Herzensangelegenheit.» Der 63-Jährige war 2017 als Ersatz für seine Vorgängerin im Stadtpräsidium, Claudia Eimer, in den URh-VR gewählt und zugleich dessen Vize-präsident geworden. «Der Schaffhauser Regierungsrat hatte mich damals auch als Delegierten nominiert, als Ersatz für Reto Dubach», so Bandixen.

Der damalige Schaffhauser Regierungsrat Dubach war zu diesem Zeitpunkt VR-Präsident der URh, mit seinem Rücktritt wechselte die Präsidentschaft dann aber turnusgemäss in den Kanton Thurgau. Im Mai 2017 wurde der bisherige Vizepräsident und damalige Steckborner Stadtpräsident Roger Forrer als Nachfolger gewählt. «Ich selbst habe wie der Kanton Thurgau auf Einsitz im VR verzichtet und stattdessen Sönke Bandixen als Vertreter des Kantons vorgeschlagen», sagt Regierungsrat Kessler. Zu dieser Zeit hatte der Schaffhauser Regierungsrat auch seine Praxis umgestellt (weil er gemäss URh-Geschäftsführer Remo Rey Interessenskonflikte entflechten wollte) und wie bereits Jahre zuvor der Kanton Thurgau entschieden, dass aus Governancegründen nicht mehr Mitglieder der eigenen Behörde zur Wahl vorgeschlagen werden. Stattdessen sollten vermehrt Fachleute aus der staatsnahen Wirtschaft oder auch fachkundige Privatpersonen Einsitz nehmen können. So sind heute unter anderem der Direktor von SH Power, Hagen Pöhnert, und Urs Werz, Vizedirektor und Finanzchef der Ersparniskasse Schaffhausen, Mitglieder des siebenköpfigen Aufsichtsgremiums.

Auch Raphaël Rohner hatte Interesse

Und jetzt wechselt das Präsidium turnusgemäss eben wieder in den Kanton Schaffhausen. Mit dem Schaffhauser Stadtrat und URh-Verwaltungsrat Raphaël Rohner wäre ein weiterer Vertreter aus dem Kanton als VR-Präsident infrage gekommen. «Ich hätte durchaus Interesse gehabt und das auch gerne gemacht», sagt Rohner, der seit 2013 als Vertreter der Stadt Schaffhausen im Verwaltungsrat sitzt. Den Entscheid des Regierungsrates, Sönke Bandixen zu nominieren, müsse er aber akzeptieren. Der Regierungsrat habe die Governance stärker gewichtet als auch schon, sagt Regierungsrat Kessler: «Unsere Wahl fiel deshalb auf den ab 2021 einzig dem Unternehmen URh verpflichteten Sönke Bandixen.»

Kein lukrativer Posten

Für viele Amtsträger oder Politiker sind Verwaltungsratsmandate eine lukrative Einnahmequelle. Lässt sich Bandixen seinen politischen Ruhestand mit dem VR-Präsidium bei der URh versilbern oder gar vergolden? «Nein», lacht Bandixen: «Nicht ein einziges Mitglied unseres Verwaltungsrates macht das wegen Geld, sondern es ist Ehrensache.» Dies zeige sich auch daran, dass man von externer Seite vorgeschlagen werde.

Im Vergleich zu Verwaltungsräten anderer Unternehmen gebe es gemäss Geschäftsführer Remo Rey bei der URh auch keine Aufwandsentschädigung, sondern lediglich Sitzungsgelder. Während der Sanierungsphase 2016 und 2017 hätten die VR-Mitglieder auf die Auszahlung von Sitzungsgeldern verzichtet, erst im Juni 2018 sei die Wiedereinführung beschlossen worden, rückwirkend ab dem 1. Januar 2018.

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