Schaffhauser Nachrichten: Reservetöpfe geraten unter Beschuss

22. Juni 2022

Die Politik schaffte in den letzten Jahren Geldtöpfe für ganz verschiedene zukünftige Vorhaben und Situationen. Nun...

Er gewann die Wahl, war an der gestrigen Verkündung der Resultate aber nicht anwesend, weil er momentan im Engadin arbeitet: Werner Bächtold (SP) holte fast 70 Prozent Wählerstimmen.

von Elena Stojkova

Mit fast 70 Prozent der Stimmen wurde Werner Bächtold (SP) gestern in den Stadtschulrat gewählt. Er tritt die Nachfolge von Christian Ulmer (SP) an, der seit Anfang des Monats neuer Stadtschulratspräsident ist. An der gestrigen Verkündung der Abstimmungsresultate im Feuerwehrzentrum war er jedoch nicht anwesend, als man sein Resultat beklatschte: Bächtold arbeitet momentan in einem Engadiner Hotel als Etagenportier. Schon lange war es ein Traum von ihm, eine Saison in den Bergen zu verbringen. Dass er deswegen nicht an der Wahlverkündung teilnehmen konnte, sei «schon okay», sagte er. Das sei für ihn wohl Tradition: Bereits als er in den Kantonsrat gewählt wurde – 2005 bis 2018 war er Mitglied –, sei er an der Wahlfeier nicht dabei gewesen.

Am Telefon sagte Bächtold: «Ich bin glücklich – auch darüber, dass das Resultat so klar ausgefallen ist.» Trotzdem sei er froh gewesen, dass der parteilose Roland Saurer ebenfalls für die Ersatzwahl angetreten war. «Das ist Demokratie.» Gestern Abend gab es im Engadin denn auch eine kleine Feier, «ein Nachtessen mit Freunden und natürlich ein Anstossen», wie Bächtold sagte.


«Beachtliches Resultat»

Stadtrat Raphaël Rohner hatte die Resultate bekannt gegeben. Sehr erfreut war er über die Stimmbeteiligung von 62 Prozent, wie er sagte. 5208 Stimmen konnte Bächtold für sich gewinnen, 2124 Stimmen holte Saurer.Ein «beachtliches Resultat» nannte Rohner dies und dankte Saurer, dass er eine Auswahl ermöglicht hatte. Bis Mitte Dezember nämlich schien es noch, als würde Bächtold – wie auch Stadtschulratspräsident Ulmer – in stiller Wahl gewählt werden. Mit der Aufstellung des 77-jährigen Saurer aber ging die vakante Stelle im Stadtschulrat nicht kampflos an Bächtold. Es sei einer der Gründe gewesen, warum er sich zur Verfügung gestellt habe, sagte Saurer: damit es eine Wahl gibt. Der Parteilose wurde von den Bürgerlichen unterstützt. «Das Ergebnis war zu erwarten», sagte Saurer. Gegen einen «langjährigen Schulspezialisten» anzutreten, sei nicht einfach gewesen. Er sei aber zufrieden mit dem Resultat. In den letzten Wochen habe er sich intensiv mit den Schulthemen beschäftigt und sich gut eingelesen. Sehr gern hätte er das Amt angetreten. «Aber ich gratuliere natürlich Werner Bächtold», sagte er.

Mit Bächtold ist der Stadtschulrat nun um ein Mitglied mit viel Schulerfahrung reicher. Bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2018 arbeitete der heute 66-Jährige als Lehrer, war Bereichsleiter Bildung der Stadt Schaffhausen und zuletzt Abteilungsleiter im Departement Schule und Sport in Winterthur.

«Nun sind wir wieder vollständig im Stadtschulrat», meinte Rohner am Schluss seiner Rede. Mindestens bis im Herbst – denn dann stehen bereits die Gesamterneuerungswahlen an.

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