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«Wirtschaftlichkeit» und «Soziales Engagement» – zwei Begriffe, die man als Gegensätze verstehen könnte, erwiesen sich an der Podiumsdiskussion im «Liechtblick» als komplementär.

von Alfred Wüger

Die Firma «Liechtblick» an der Amsler-Laffon-Strasse 1 in Schaffhausen ist geradezu die Verkörperung von «Wirtschaftlichkeit» und «sozialem Engagement» unter einem Dach. Was vor 25 Jahren im Wohnzimmer der Familie von René Bregenzer, dem Spiritus rector des «Liechtblick», begann, ist heute eine erfolgreiche Werkstätte, wo Menschen, die eine ganzheitliche Hilfestellung brauchen, um ihr Leben in den Griff zu bekommen, Arbeit finden.

Zunächst führte Walter Vogelsanger, Mitglied des Stiftungsrates der den Anlass organisierenden Carl-Oechslin-Stiftung, die rund 40 Anwesenden in den Abend ein. Von «Liechtblick»-Geschäftsführer Sandro Gallanti erfuhr man, dass die Firma modernste Fassadenelemente für vorgehängte Fassaden produziert.

Dann übergab Walter Vogelsanger das Wort an René Bregenzer, der die Vorzüge der Firma betonte und seine Philosophie markig umriss: «Schon im ersten Jahr haben wir 100'000 Franken Gewinn gemacht. Es macht mir Freude, richtig Kohle zu machen.» Warum? Damit mit dem Gewinn eben die sozial Schwachen unterstützt werden können. «Wir machen aus Sozialhilfeempfängern Steuerzahler», so Bregenzer, der sich auf das Menschenbild des Apostels Paulus berief: «Jeder hat seine speziellen Begabungen, und die kann er zum Wohl der Firma und folglich zum Wohle der Gesellschaft einsetzen.» Dass die florierende Wirtschaft liberal sein müsse, dies aber in Verantwortung, das hatte zuvor der Präsident der Carl-Oechs­lin-Stiftung, Alfred Meister, mit Bezug auf den Unternehmer Carl Oechs­lin, der auch ein Philosoph gewesen sei, betont: Was nach dem Krieg wichtig gewesen sei, nämlich eine soziale Marktwirtschaft aufzubauen, sei heute wichtig zu erhalten.

Die anderen Podiumsteilnehmer, Wirtschaftsförderer Christoph Schärrer und Stadtrat Raphaël Rohner, konnten diesen Gedanken im Grunde nur noch sekundieren, was aber insbesondere Raphaël Rohner als Bildungsreferent mit Bravour tat. «Es geht um eine fundamental ethische Frage: Wie kann ich mich gerecht verhalten?» Er hob auch hervor, dass rein finanziell für die Sozialhilfebezüger gesorgt sei. Man müsse sich aber fragen, ob es nicht eine Zumutung sei, dass sie im Grunde lediglich ein Gnadenbrot bekommen. Christoph Schärrer betonte, dass er am liebsten Firmen in Schaffhausen ansiedele, die ein soziales Bewusstsein pflegen.»

Was das Publikum, aus dem kaum kritische Bemerkungen kamen, als Impuls mit auf den Heimweg nahm, war dies: Wenn die jungen Menschen wollen, dann können sie auch, sie finden Möglichkeiten. Und dass sie das Wollen lernen, dafür lege das Elternhaus den Grundstein.

Auch am nachfolgenden Apéro regte sich in den lebhaften Gesprächen gegenüber dem Gehörten kein Widerspruch, man war – leider – unter sich.

sn 20190518

Ur-Liberale: René Bregenzer, Christoph Schärrer, Raphaël Rohner. Bild: Selwyn Hoffmann

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